Sunday, June 24, 2007

GAY PRIDE-JERUSALEM


"When we march in Tel Aviv it's like a big party. We have music, we have fun. We are glad to be here but it isn't fun… we're looking over our shoulders all the time, wondering if it will become violent," said David Etkes, a Tel Aviv University student participating in the event. "We came here because we wanted to show Jerusalem that they can't scare the gay community. Jerusalem must learn to accept us, too."



Am letzten Donnerstag war es wieder soweit, die israelische Gay-Community, allen voran das Openhouse in Jerusalem, machten sich auf auch in der Heiligen Stadt ein Zeichen gegen (religiöse) Homophobie zu setzen. Nachdem es in den letzten Wochen schon in Tel-Aviv und Haifa feucht fröhliche Demonstrationen gab, war nun Jerusalem angesagt.
Jedoch ist die Situation hier nicht so einfach…



Im letzten Jahr wurde der Marsch aufgrund homophober Riots in das Sportstadium der Hebräischen Universität verbannt, ein Jahr zuvor hatte ein ultraorthodoxer Jude drei Teilnehmer mit einem Messer niedergestochen. Und Auch in diesem Jahr hatten wieder religiöse Gruppen (Juden, Muslime, Christen) in seltener Eintracht die Demonstration bis zuletzt zu verhindern versucht. Jedoch nicht ganz so vehement, was die Gewalt auf den Straßen betrifft, wie im letzten Jahr.
Schon am Mittwochabend waren an allen Ecken der Innenstadt PolizistInnen zu sehen, 8000 waren es dann am Donnerstag in der ganzen Stadt. Die Route, wenn mensch bei 500 Metern überhaupt davon reden kann, war hermetisch abgesperrt so dass es sogar für TeilnehmerInnen schwer war zum Auftaktort zu gelangen. Dort versammelten sich 2000 DemonstantInnen, laut Presse hatten die VeranstalterInnen mit 5000 gerechnet, scharf bewacht in einen von Absperrgittern umsäumten Platz vor dem King David Hotel. PassantInnen hatten fast keine Möglichkeit an den Ort zu gelangen (auch die Buslinien waren mehrere Stunden gesperrt). Trotz alldem war die Stimmung ausgelassen und die OrganisatorInnen feierten es als Erfolg mitten in der Jerusalemer Innenstadt demonstrieren zu können auch wenn es nur 500 Meter sind.
Am Rand der Demonstration zeigten ultra orthodoxe Jude Banner gegen die Parade (siehe Foto) und junge Siedlerinnen schafften es auch relativ nah an die Parade vorzudringen und ihren Parolen freien lauf zu lassen…



"These people belong in a zoo, not in the holy city of Jerusalem. Let them go anywhere else. Why do they have to be here?" Dora, a 16-year-old who said that she was from the former Gush Katif settlement bloc in Gaza, said that she saw the parade as a "defilement" of Jerusalem. Jerusalem Post

Ansonsten bliebt es aber dank der enormen Polizeipräsens ruhig. In der Innenstadt soll es laut Jerusalem Post 24 Festnahmen gegeben haben
Die Spektakulärste Festnahme ist diese :

In the most serious incident, police arrested a 32-year-old haredi resident of the city's Mea She'arim neighborhood who was found carrying a homemade explosive device, police said. The suspect, who was taken into custody on Jaffa Road just hours before the parade was to begin, told police he planned to set the bomb off in some bushes to scare people away from attending the march, Jerusalem Police spokesman Shmuel Ben-Ruby said.



Alles in allem ein recht erfolgreicher Tag für die Gay-Community, wenn auch mit vielen Wermutstropfen…
So war nicht nur die Route außerordentlich kurz auch wurde die Abschlusskundgebung auf Grund eines Streiks der Feuerwehr (diese sollte die Veranstaltung absichern)verboten.

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Tuesday, May 29, 2007

:::Notizblockeintrag:::



hey, ich war grad mit meinem lieben mitschreiberling felix, über die schavuot-feiertage , in jordanien. ach schön wars… und ich hoffe euch in den nächsten tagen noch mit einem ausführlichen reisebericht beglücken zu können. bis dahin gibst es von mir nur ein paar notizmässige einträge zu den ereignissen im moment hier:


Sderot und Gaza

wie ihr bestimmt mitbekommen habt ist die lage, durch den andauernden kassamraketenbeschuss aus dem gazastreifen auf sderot und die anliegenden kibuzzim ( trotz vereinbarte feuerpause!), sehr angespannt. über 250 solcher raketen sind allein seit dem 15. mai auf sderot und umgebung abgefeuert worden, dadurch sind zwei israelis getötet worden. außerdem wurden zahlreiche menschen verletzt: zwei schwer, zwei mittelschwer, 17 leicht, und 160 mussten sich wegen schocks behandeln lassen.. die region gleicht einer traumaklinik, die bevölkerung versteckt sich an vermeintlich sicheren plätzen in ihren häusern oder packt die sachen und verlässt die stadt. ich kann grad nicht sagen was schlimmer für die israelis ist die vermeintliche unfähigkeit der regierung etwas an der situation zu ändern oder die reaktionen der ausländischen presse (besonders in europa) auf die luftangriffe der idf im gazastreifen. die stimmung ist jedenfalls dementsprechend wütend und gedrückt und das im ganzen land.
hier ein paar überschriften aus der deutschen presselandschaft, die wohl alles sagen…: „Israelische Kampfflugzeuge beschießen Gazastreifen“ (Die Welt), „Israel droht Hamas-Spitze mit gezielter Tötung“ (Frankfurter Rundschau) oder „Israel droht Hamas mit schwerer Vergeltung“ (Spiegel Online)


bevor sich die israelische regierung zum eingreifen entschlossen hatte, interessierte sich kein pressefutzie in europa für den andauernden beschuss bzw. besuchte die stadt. wenn jedoch in gaza etwas passiert werden die kameras gezückt und israel als agressor hingestellt. so einfach ist die sache! ich frag mich manchmal was passieren würde wenn die menschen aus sderot aus verzweiflung selbstgebastelte raketen in den gazastreifen schießen würden und israel nix dagegen unternehmen würde…


Veranstaltungen in D-land zum Thema:

Lehrbetrieb unter Raketen – eine Dozentin vom Sapir College bei Sderot referiert in Berlin und Frankfurt
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In der israelischen Grenzstadt Sderot sind seit 2001 mehr als 4500 Kassam-Raketen aus dem Gaza-Streifen eingeschlagen. Da sich die Weltöffentlickeit meist nur für die Reaktionen Israels in seinem Kampf gegen den palästinensischen Terror interessiert, ist es um so wichtiger, aus erster Hand vom Leiden der israelischen Zivilbevölkerung zu erfahren.

Dr. Ruthie Eitan ist seit mehreren Jahren Dozentin für moderne europäische Kultur und Geschichte am Sapir College, das etwas außerhalb der Stadt liegt. Auf Einladung der israelischen Botschaft wird sie aus nächster Nähe von der wachsenden Frustration und Hoffnungslosigkeit berichten, die sich nicht nur an ihrer Hochschule, die ursprünglich Kooperationen mit den Palästinensern geplant hatte und deshalb grenznah gebaut worden war, breit macht. Das psychologische Beratungszentrum auf dem Campus – 100 Raketen schlugen hier in den letzten Jahren ein – wird von der gesamten Bevölkerung genutzt.

Am Mittwoch, 30. Mai, spricht Ruthie Eitan um 19.30 Uhr im Gutshaus Steglitz (Schloßstr. 48) in Berlin im Rahmen einer Kooperationsveranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin mit dem Bezirksamt Steglitz Zehlendorf. Zehlendorf ist offizielle Partnerstadt von Sderot.

Am Donnerstag, 31. Mai, spricht Ruthie Eitan um 19.00 Uhr im Jüdischen Museum (Untermainkai 14-15) in Frankfurt am Main. Veranstaltet wird der Vortrag von der Arbeitsgemeinschaft Frankfurt der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.



Es geht wieder los…

unter dieser reißerischen überschrift informiert der blog „leben in jerusalem“ über die sich ankündigenden auseinandersetzungen um den ende juni geplanten gay pride in jerusalem. zu inhalt des artikels sag ich mal lieber nix, sonst werd ich ausfallend! scheinbar hat sich die situation nicht geändert, verbot (der stadt), riots und blockaden, aufrufe die demonstrantInnen des gayprides als vogelfrei erklären und krude bündnisse aus muslimischen, christlichen und jüdischen fanatikern sind bereits angekündigt. bereits jetzt gibt es jeden freitagvormittag auf dem kikar zion in jerusalem eine kundgebung von sympatisantInnen des gayprides! diese ist leider meistens spärlich besucht und muss sich mit vielen pöbeleien abfinden…
vorgestern gab es in jerusalem auch eine kleine solikungebung gegen die homophoben übergriffe in moskau am wochenende.



Fussball!

beitar jerusalem hat sich vorzeitig die israelische meisterschaft geholt und das ausgerechnet im spiel gegen hapoel tel-aviv(2:1). das ich beitar nicht wirklich toll find könnt ihr euch ja denken aber dass die fans von beitar mir es auch noch versaut haben zu dem spiel gehen werde ich ihnen nie verzeihen! einen spieltag vor dem hapoel spiel haben beitar fans versucht aus freude! das spielfeld zu stürmen, dabei kam es im teddistadium zu einer massenpanik bei der über 50 anhänger verletzt wurden. der israelische fussballverband beschloss daraufhin beitar mehrere spiele unter ausschluss der öfftlichkeit spielen zu lassen… hapoel sicherte sich allerdings noch den israelischen pokal und hat vorgestern auch noch maccabi tel aviv im derby 3:0 geschlagen. ein fader beigeschmack bleibt trotzdem seit dem meisterschaftsgewinn von beitar hängt im meinem lieblingscafe „uganda“ nen beitarschal hinter der bar und überall in der stadt fahnen von beitar… nur im „sira“ wird noch für hapoel gesungen!

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Tuesday, May 01, 2007

Jeruschalaim…

So ich meld mich auch mal wieder zu Wort, wobei es eigentlich nicht viel positives zu berichten gibt, die Studies streiken gerade damit sie nicht noch mehr Geld für Studiengebühren berappen müssen, alle Israelis waren gestern um 17:00 Uhr ans Radio oder dem Fernseher gefesselt, um den Bericht des Winograd – Ausschusses zu verfolgen.





>>>Insgesamt ist das Ergebnis des Ausschusses, der das Verhalten Olmerts, Verteidigungsminister Amir Peretz und des ehemaligen Oberbefehlshabers Dan Chalutz waehrend des letzten Libanon - Krieges untersuchen soll, schlimmer ausgefallen als erwartet. Der Ausschuss unter dem Vorsitz des Richters Eliyahu Winograd beschuldigte die drei schwere Fehler begangen zu haben.
Olmert und Peretz hätten nach der Entführung von Eldad Regev und Ehud Goldwasser keine näheren Erkundigungen eingezogen, ob die Armee für einen eventuellen Krieg bereit sei. Die beiden ließen sich einfach vom damaligen Oberbefehlshaber Dan Chalutz einwickeln und glaubten ihm blind.
Chalutz wiederum nutzte das Unwissen und die Unerfahrenheit der beiden aus und gab sich arrogant. Der Ausschuss bezeichnete ihn sogar als impulsiv, weil er einfach in einen Krieg losstürzte, obwohl ihm bekannt war, dass die Armee unvorbereitet war.
Genauso verhielt es sich mit dem Kabinett, das sich einlullen ließ ohne Fragen zu stellen, was jetzt genau passiert und wie man aus der Sache wieder herauskommt.
<<< geklaut vom Leben in Jerusalem-Blog! http://lebeninjerusalem.blogspot.com/


Dazu kam noch der „tolle“ Besuch vom Sachsens Ministerpräsidenten Milbradt im ASF Head Quarter. Wie die meisten dieser obligatorischen Besuche von Politikern, bei den tollen, engagierten Freiwilligen, kam er auch nicht übers Händeschütteln, Fotomachen und dem vergeblichen Versuch die halbe Stunde seiner Anwesenheit wach zu überstehen, heraus. Wenigstens sieht er klein und rund, neben uns äußerst schicken Freiwilligen, aus, eine gute Politikerfigur macht er schon. Etwas witziges ist jedoch noch passiert. Ein Reporter vom Sachsen Spiegel hat mich interviewt, zu der Frage „Was denken deutschsprachige Shoaüberlebende in Israel über den aktuellen Rechtextremismus in Deutschland und was sind ihre Lösungsvorschläge um damit umzugehen?“ (jaja der Antisemitismus ist nicht das Problem der Antisemiten sondern der Juden). Nee, mal ehrlich den ersten Teil der Frage konnte ich ja noch nachvollziehen aber warum sollen denn Juden die nur durch ein Zufall dem Vernichtungswahn der Deutschen entkommen sind, sich heute in Israel den Kopf darüber zerbrechen, wie Mensch den Antisemiten in Deutschland das Handwerk legen kann ? Jedenfalls, wenn ihr Langeweile habt, schaut euch morgen mal den Sachsenspiegel an, vielleicht habt ihr ja Glück oder Pech? Und ihr seht mal nen aktuelles Bild von mir ;)



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So, jetzt aber noch zum einem kleinen Schmanckel, das Video ist von der „Student Philharmonic“ und der „Bezalel Academy of Design“ und fängt Jerusalem sehr schön in einem Comic ein, es ist mir am Ende etwas zu dramatisch aber ich will nicht meckern…

Zum Bild, dieses ist von der Zentrale der Kommunistischen Partei „Chadasch“(Neu) in Nazareth, die aus Anlass des 1. Mai ganz „schick“ gemacht wurde.

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Wednesday, April 25, 2007

"Don't be a fool and die for your country. Let the other sonofabitch die for his."

Monday in Israel was again an interesting experience.
The day startes as what is called Yom Hazikaron (the remembrance day for the fallen soldiers) and then goes over into the Yom HaAzmaut (the day of independence).
Three sirens, one on Sunday and two on Monday followed by one minute of silence marked the day. Many people were wearing white shirts in respect for the fallen soldiers. Flags were on half-mast.

I went to the Mount Herzl military cemetery. Here all the fallen soldiers of Jerusalem are buried, alongside Yitzhak Rabin and Theodor Herzl. The graves are sorted in an interesting fashion, first by company and then by the war. The entire graveyard was filled with relatives of the fallen once. Speakers commented on the heroic of falling for the country, the cause that those soldiers had died for, as Josef Trumpeldor said it, “Never mind, it is good, to die for our country.”
This is not the time of the year to comment on the death of the soldiers, I am told. What do you want to believe in, when your son has died during the last three days of the Second Lebanon War, just because the Israeli Government was not willing to sign the amistice agreement? Those voices were not heard on Monday.
But it was not the graves that shocked me, the people mourning, or even the teenager with flowers in their hands asking me, “Where is the second Lebanon War?”.

What shocked me was at the side of the graveyard. There, behind the graves of the newly buried soldiers, is a space that is left open, unpaved, waiting for the new soldier, who soon will be buried here.
The morning puts me into a moody feeling, I guess also because I was with an Israeli family, who lost a brother, a son, an uncle. But then it gets bizzar. I listen to the Tiqkva (Israel’s National Anthem) for the sixth time that day, they play it everywhere. At the evening is another ceremony at the Mount Herzl. The military marches, parades, the cabinet appears. The day of the fallen soldiers, turns into a show off of the IDF (Israel’s army). The flag is raised from half post to full and now it is Independence Day, with fire works, music and dance show featuring the most beautiful of the army girls. Weird! I conclude what my impression was: The sovereignty of Israel, the independence, relies upon the Army and the death of those soldiers serving in it. Why not emphasize the culture, the multitude of religions and the beautiful nature. If Israel does not want to be seen as an all military nation, maybe it should stop to represent and think of itself as one.

But it also must be noted that Israel is in need of its army on a daily base. Along with the fire works for the Independence Day, people in the Negev could hear and see a few dozen Quassam rockets and mortar shells fired by the Hamas. By breaking the curve with Israel for the first time in five month on the Independence Day, the Hamas once again emphasizes why Israel institutes those measurements that we in Europe criticize as too hard.

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Tuesday, April 17, 2007

The Survivors of the Shoah are still here!

That was the motto for the demonstration in front of the Knesset, yesterday on the Yom Hashoa, the remembrance day for the victims of the holocaust.

On Yom HaShoa everybody is supposed to be in grief, so the television channels only air pause pictures, except for those channels that show the official commemoration ceremony or as was the case this year for the first time, a documentary of the situation of many of the holocaust survivors in Israel.
Zeev Factor, chairman of the Holocaust Survivors Welfare Fund, says that 80.000 Shoah-survivors out of the 250.000 living in Israel live in poverty and many of them are hungry on a regular base. Every year some 10.000 of these people die.
When Germany and Ben Gurion signed the Luxemburg Agreements for restitution, Germany gave an amount of money and goods to Israel, being the heir of the victims of the Shoah. Ben Gurion invested the money in Israel’s industry, which also led to Israel’s economical boom.
Germany also allocated an amount of money to be distributed among those who survived the Shoah. These funds are handled by the Conference on Jewish Material Claims Against Germany (“claims conference”).
The Claims conference today compensates survivors with 1700 NIS a month. Germany also gives a direct compensation to those survivors, who came to Israel before 1953.
Those who came afterwards however, the majority, needs to live on the allocations from the claims conference and on the national retirement allowance by the state of Israel. But the mentioned survivors come from the sovjet union after the 1990. They have not worked in Israel and are thus not eligible to receive any retirement allowance. Many survivors are unable to make themselves a living with the sparce support. Many have lost their family and thus the family support in the holocaust. Malnutrition and exhaustion in the camps makes them more vulnerable to illnesses today and they need on average more money for the medicine.
The state of Israel has the responsibility to make sure that the survivors receive at least 3000 NIS a month, but this is not followed up and not often granted. The Israeli government in February allocated and amount of 11 Million NIS as an emergency aid to the survivors, but boiled down, that equals 137 NIS a person. Also the government opened saving accounts in different Israeli banks, all of which deny that this is an emergency, where funds need to be released.
There is an emergency fond allocation of around $300 Million (1.2 Billion NIS) with the Claims Conference, but they don’t consider the situation an emergency. The claims conference came into public focus last year, when it was revealed that the Executive Director, Gideon Taylor, had an annual salary of more then $400.000, which is more then the allocation for 100 survivors.
The question of who needs to take care of the survivors is difficult. Israel surely has an moral obligation to make sure that all the basic needs for the survivors are met. Also the claims conference needs to allocate funds. But if this does not happen soon, then there is no reason to do it at all. If I would by cynical I would say that the problem solves itself in 5-10 years from now.

But so I went to the demonstration in front of the Knesset, which students from the Hebrew University, the Israeli Pensionist Party and Meeretz Party had organized. Around a thousand youngsters showed up. Most of them 17-18 years old, schoolchildren and boyscouts. Maybe 20 survivors also managed to come. The demonstration was over after 3 hours and I was sitting on a bench enjoying the sunshine, when a girl, who also was at the demonstration, asked me: “Sorry, do you actually know where the Knesset-building ist?”. I shook my head in resignation and pointed at the building behind me. If these kids are all the support that stands up for the Dignity of the Shoah-Survivors, then they are surely forgotten.
During the last few years, the survivors have started going back to Germany. In Germany they have an reasonable pension of around 6000 NIS and free Medicare. It can’t be more ironical and has a strong symbolical meaning, that they are going back to Germany, in order to live a better life, before they die.

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Monday, March 19, 2007

Beatpunk Interview mit Anna von Pacotek



Die liebe Janette von Beatpunk, hat hier nicht nur die Hüften geschwungen, schlechtes Bier getrunken und tolle touristische Orte besucht, sondern auch noch nen Interview mit der äußerst sympathischen Anna vom Jerusalemer Partylabel Pacotek gemacht…


Pacotek: dealing with Techno in Israel

Wir bei Beatpunk sind dem Staat auf der Tasche liegende, viel reisende, multilingual begabte, gut aussehende, junge Menschen am Puls der Zeit. Um das nocheinmal zu unterstreichen, hat Janette während eines Israel-Aufenthaltes ein Interview mit Anna vom angesagtesten Partylabel Jerusalems geführt. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, hat jetzt leider nicht viel mehr zu lesen.
Weiter geht’s hier!

Links:
www.pacotek.com
www.myspace.com/pacotek
www.beatpunk.org

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Thursday, March 01, 2007

Jesus hat seine Familien Gruft bei mir in der Straße!


In meiner sonst so beschaulichen Nachbarschaft geht’s rund!
Ein Kamerateam will die Familien Gruft von Jesus mit samt seiner Familie! in Talpiot entdeckt haben.
In Ihr sollen, neben Jesus Überresten, die seiner Frau, anderer Familien Mitglieder und einiger seiner Jünger liegen. Das Kamerateam behauptet sogar Jesus habe einen Sohn Namens Yehuda gehabt!
Die Christenwelt ist empört und die Regierung will jetzt die Öffnung des Grabes erlauben.

Hier ist nix mit Juden bekehren, andersherum wird ein Schuh draus ;).

Ich hab mir überlegt, wenn denn alles so stimmt und die Altstadt bald mangels christlicher Pilger ausgestorben ist, (nix mehr mit Via Dolorosa, Grabeskirche usw.) noch schnell alle Splitter vom Kreuze Jesus, in der Altstadt aufzukaufen und diese dann hier als Splitter vom Sag Jesus weiter zu verkaufen.
Na ja, mal abwarten was so passiert, ich hätte jedenfalls nix dagegen mal wieder als Verkäufer zu arbeiten und Verrückte die so etwas kaufen gibt es hier genug!

Bild: Grabeskirche, momentan noch ganz vorn bei den Pilgern.

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Friday, February 09, 2007

Update… Tempelberg


Arabs protest outside Temple Mount.
Photo: AP

Heute gab es die zu erwartenden, militanten, Auseinandersetzungen von muslimischen Gruppen, nach dem Freitagsgebet in der El Aksa Moschee, auf dem Tempelberg, in der Altstadt, Ostjerusalem und in einigen Städten in der Westbank.
Als ich, nach einem anstrengendem und zum Schluss auch sehr nervigen, frustrierenden Ausflug, mit israelischen Gutmenschen, aus Hebron zurück kam (Bericht folgt die Tage, Bilder gib es dazu ab heute auf meinem Fotoblog) und in die Altstadt ging war es dort bereits relativ ruhig. Nur ganz viel JournalistInnen, Polizei und Militär unterwegs.
Bleibt abzuwarten was die nächsten Tage so bringen werden….

Artikel und Fotos dazu gibt es hier , hier , hier und etwas persönlicher da

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Thursday, February 08, 2007

Spaziergang durch die Jerusalemer Altstadt



Gestern war ich mit D. in der Jerusalemer Altstadt, Grabeskirche, Westernwall (Klagemauer) um die verschiedenen Viertel (Christliches Viertel, Moslemisches Viertel, Armenisches Viertel und Jüdisches Viertel) abzugklappern…
Als wir zum Damaskustor kamen, (hebr. שער שכם – Sha'ar Shechem, dt. Schechem-Tor oder Nablus-Tor; باب العمود bab al-amud, )befanden sich dort außergewöhnlich viele PolizistInnen, SoldatInnen und JournalistInnen.
Alle Wege von außen in die Altstadt waren durch Kontrollpunkte der Polizei besetzt.
Da ich mal wieder gar keine Idee davon hatte was da vor sich gehen könnte, fragte ich einen Polizisten was denn los sein. Er antwortet nur cool „alles unter Kontrolle, keine Angst“ mmmh, aha also alles gut.
Wir haben dann da noch etwas rum gestanden, als weiter aber nix passierte (wir erwarteten ne Demo oder so) sind wir zur Westerwall gegangen.Nachdem wir uns diese angeschaut hatten gab es die nächste kuriose Situation zu sehen. Ca. 30 Muslime standen direkt vor dem Eingang der Westernwall, von PolizistInnen/SoldatInnen umringt und von religiösen Juden, die zum Gebet hasteten, beobachtet. Ich konnte mir das nicht erklären, denn normalerweise betreten Muslime den Ort nicht und irgendwie machte diese Situation auch einen Angespannten Eindruck.
Nach etwas Zeitungslektüre war dann auch klar was die ganze Anspannung zu bedeuten hat.



Am Montag begannen Ausgrabungen an der Westerwall, dort soll u.a. eine neue Treppe für nicht jüdische Touristen (Juden dürfen den Tempelberg nicht betreten) zum Tempelberg gebaut werden. In der Muslimischen Gemeinschaft tobt die Gerüchteküche und mit allerlei Protesten sollen die Bauarbeiten verhindert werden. Direkt neben der Westernwall steht die El Aksa Moschee.Die Muslime glauben dass durch die Bauarbeiten alles mögliche mit der Moschee passieren wird…


"Israel spielt mit dem Feuer", droht Chaled Maschal, Exilchef der Hamas in Damaskus. Premierminister Ismail Hanija ruft schon "Palästinenser, Araber und Moslems in aller Welt" auf, die Heiligen Stätten des Islam in Jerusalem zu "verteidigen". Er behauptete am Jahrestag des Wahlsiegs der Hamas, dass Israel archäologische Ausgrabungen "unter" der El Aksa Moschee durchführe und in ihrer Nähe "weitere Synagogen" errichte. Adnan Husseini, Direktor des Wakf (religiöse Behörde) prophezeite: "Siedler wollen die Herrn von El Aksa werden"...

Von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 5. Februar 2007 den ganzen Artikel gibt es hier.

In Jerusalem ist wohl bisher alles einigermaßen ruhig geblieben allerdings gab es 20 Kilometer weiter in Bethlehem schon heftige Straßenschlachten mit dem israelischen Militär.
Am Freitag ist ein internationaler Protesttag gegen die archäologischen Ausgrabungen angekündigt und es bleibt abzuwarten was noch passieren wird…
Solche Aussagen lassen allerdings nichts Gutes erwarten :
„Abu Qusay, Sprecher der El Aksa Brigaden im Gazastreifen, rechtfertigte das Selbstmordattentat in Eilat am Roten Meer, bei dem ein Palästinenser aus Gaza drei Israelis tötete, mit der "israelischen Attacke auf El Aksa", wie er der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan sagte.“

War auf jeden Fall ein ganz spannender Spaziergang, auch wenn ich das nächste Mal, davor, die Zeitung aufschlagen werde.
Was wir sonst so gemacht haben gibt es hier und da zu lesen!

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Wednesday, January 24, 2007

Piratensender in Jerusalem

Vielleicht hat der/die ein oder andere schon mal von was von Piratensendern gehört? Davon gibt es einige ganz nette und andere eher weniger schöne… Gestern bekam ich von einem Piratensender erzählt der im letzten Sommer in Jerusalem den HörerInnen eines Klassiksenders den Spass für einige Wochen versaut hat.


Aber ich fang mal von vorne an.
Als ich Gerstern mit Yehuda, israelischer Künstler der in der Zeit des Nationalsozialismus als 15 Jähriger im KZ Auschwitz-Birkenau, im Sonderkommando Zwangsarbeit leisten musste, beim Abendbrot saß, klingelte sein Telefon. Grund war der Eingang eines Fax der israelischen Landesrundfunkanstalt. Nach dem seine Frau ihm das Fax mit den Worten “ ich keine Lust das zu lesen“ übergabt, studierte Yehuda das Fax. Es war eine Antwort auf eine Beschwerde die er, zusammen mit vielen Nachbarn seines Stadtteils, im Sommer letzten Jahres geschrieben hatte. Im Sommer hatten Mitglieder der antizionistischen-orthodoxen-jüdischen Gruppierung „Neturei Karta“ einen Piratensender auf die Sendefrequenz eines beliebten Klassiksenders gelegt. Statt der gewünschten Musik gab es Agitation vom feinsten… Ich stell hier mal die Standpunkte dieser Antizionisten rein damit ihr euch selbst ein Bild davon machen könnt.

Neturei Karta: Warum sind orthodoxe Juden gegen den zionistischen "Staat"?

Eine Erklärung der Neturei Karta, einer Vereinigung orthodoxer Juden

1. Was ist das Volk von Israel?

  • Das Volk Israel besteht schon seit mehreren tausend Jahren
  • Es hat seinen eigenen wichtigen Charakter
  • Die Thora ist die Quelle dieses eigenen Charakters.
  • Ohne Thora und Glauben gibt es kein Volk Israel
  • Wer die Thora und den Glauben leugnet ist nicht länger Mitglied des Volkes Israel
  • Die Aufgabe des Volkes Israel in dieser Welt ist göttlicher Dienst
  • Die Rettung liegt in der Beschäftigung mit religiösem Dienst

2. Was ist Zionismus?

  • Der Zionismus ist eine relativ neue Sache.
  • Es gibt ihn erst seit etwa einem Jahrhundert
  • Zionismus gibt dem wahren Chrakter des Volkes Israel eine neue Bedeutung, und ersetzt die ursprüngliche Bedeutung durch eine völlig entgegengesetzte Bedeutung - der einer materialistischen weltlichen Nation
  • Ihr Unglück liegt darin, daß sie das nicht haben, was andere Völker haben, nämlich einen Staat und eine Armee.
  • Ihre Rettung ist die Bildung eines Staates und einer Armee usw.
  • Dies wird ausdrücklich von den zionistischen Intellektuellen und politischen Führern dargelegt. Sie meinen, daß sie durch die Veränderung des eigentlichen Charakters des Volkes Israel und durch eine Veränderung seiner Lebensart, ihm die "Rettung" vorsetzen können, einen Staat und eine Armee.

Das Volk Israel lehnt den sogenannten "Staat Israel" aus vier Gründen ab:

  • Der Staat Israel steht im absoluten Gegensatz zu der wahren Lehre des Volkes Israel, wie oben erklärt. Denn die einzige Zeit, zu der das Volk Israel einen Staat haben durfte, war vor 2000 Jahren, als der Ruhm des Schöpfers über uns kam. Und so wird es einmal in der Zukunft sein, wenn der Ruhm des Schöpfers sich wieder offenbart und die ganze Welt ihm dienen wird. Dann wird er selbst (ohne menschliches Zutun und ohne Waffengewalt) uns ein Königreich gewähren, dessen Grundlage der göttliche Dienst sein wird. Ein weltlicher Staat, wie der, den andere Völker besitzen, steht im Widerspruch zu der wahren Lehre des Volkes Israel. Wer behauptet, dies sei die Rettung Israels zeigt, daß er die wahre Lehre des Volkes Israel leugnet, und sie durch etwas anderes ersetzt hat, durch eine weltliche materialistische Sicht [...]Die wahre Rettung des Volkes Israel liegt ganz nah beim Schöpfer und wird nicht durch Organisation und Waffengewalt erzielt, sondern durch die Beschäftigung mit der Thora und dem Vollbringen von guten Taten.
  • Aus all diesen Gründen verbietet uns die Thora, das Exil zu beenden und einen Staat und eine Armee zu gründen, bevor der Allmächtige, gesegnet sei er, uns durch seinen Ruhm und seinen Glanz erlöst. Das ist verboten, selbst wenn der Staat nach den Gesetzen der Thora handelt. Denn selbst das Verlassen des Exils an sich ist verboten, und es ist uns auferlegt unter der Herrschaft anderer Völker zu bleiben, wie es in dem Buch von Vayoel Moshe steht. Wenn wir dagegen verstoßen, wird er eine schreckliche Strafe über uns bringen.
  • Abgesehen davon, daß die Zionisten das Exil verlassen haben, sind alle Taten der Zionisten völlig entgegengesetzt zum Glauben und der Thora. Denn die Grundlage des Glaubens ist, daß die Thora auf uns herbagesandt worden ist, und es gibt eine Belohnung für die, die ihr folgen und Bestrafung für die, die gegen ihre Gesetze verstoßen. Das ganze Volk Israel ist aufgerufen, der Thora zu folgen, und wer dies nicht tut, ist nicht mehr Teil des Volkes Israel.
  • Abgesehen von der Tatsache, daß sie die Thora nicht befolgen, versuchen sie auch alles, was in ihrer Macht steht, um Leute daran zu hindern, die Gesetze der Thora zu befolgen. Die Behauptung, es gebe Religionsfreiheit ist eine Lüge. Sie kämpfen mit aller Macht, um den Glauben Israels zu zerstören.

Unsere Position zu Palästina

Die vielleicht umstrittenste Position, die die Neturei Karta vertritt, ist die bedingungslose Unterstützung der palästinensischen Forderung nach Souveränität im Heiligen Land. Diese Position ist schon oft von einigen falsch verstanden worden, die darin eine Unterstützung des Blutvergießens sehen. Nichts liegt der Wahrheit ferner. Neturei Karta glaubt, daß die Anerkennung der Forderungen der Palästinenser der einzig richtige Weg zum Frieden ist. Nur so kann die Spirale von Krieg und Tod, die den Nahen Osten seit mehreren Jahrzehnten quält, durchbrochen werden.

Neturei Karta glaubt an die Aussage der Thora, daß wir ein Volk im Exil sind. Wir haben kein Recht auf politische Macht irgendwo auf der Welt und schon gar nicht in Palästina, von wo wir auf göttliches Geheiß vertrieben wurden.

Daher gehört das Land denen, die dort seit vielen Jahrhunderten schon leben, den Palästinensern. Wenn sie es einigen oder vielen Juden erlauben wollen, die Staatsbürgerschaft in ihrem Staat zu übertragen, ist das ganz allein ihre Sache.

Selbstverständlich empfinden wir großes Mitgefühl für das schreckliche Elend des palästinensischen Volkes und versuchen das Leid, das ihnen durch die Hände der Zionisten widerfährt, zu lindern.

Deswegen nehmen wir auch oft an Protesten und Demonstrationen von Palästinensern teil überall auf der Welt.

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Na ja, dass das nicht jeder Manns/Fraus Sache ist und grad in Israel, die Meisten dann doch lieber klassische Musik hören, als von irgendwelchen religiösen Freaks zu erfahren warum Mensch, nach Auschwitz, immer noch völlig verteidigungslos, in Gott vertrauen soll ist hoffentlich klar! Yehuda hat auf jeden fall bei seinen Nachbarn/Innnen Unterschriften gesammelt und Beschwerde eingelegt. Nach 6 Monaten bekam er jetzt die Antwort. 2 von 3 Sendern konnten gefunden werden und der 3. sendet nicht mehr. Manchmal ist man froh darüber das eine Stimme verstummt.

Foto ist von Jak Kilby >Orthodox Jews, members of Neturei Karta, Jews against Zionism, burn the Israeli flag as part of the festival of Purim, to symbolise the triumph of good over evil.

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Friday, January 19, 2007

Mahane Yehuda Markt


Ich hab es mir mittlerweile zum Ritual gemacht mindestens einmal in der Woche auf den jüdischen Gemüse und Lebensmittelmark an der Jaffa Straße zu gehen. Es ist einfach jedes Mal ein Erlebnis dort einzukaufen oder auch nur einen frisch gepressten Saft zu trinken.

Auf dem Markt tummeln sich unterschiedlichsten Menschen die man sich so vorstellen kann.

Von ultra orthodoxen Großfamilien aus Mea Shearim über wild umher fotografierende Touristenhorden bis zum abgeranzesten Freak ist alles vertreten. Der Markt hat bekommt dadurch eine unheimlich bunte und aufregende Atmosphäre. Die VerkäuferInnen preisen lautstark ihre Waren an und überall herrscht ein wildes Gedränge. Dazu kommt noch dass es dort die frischesten und billigsten Lebensmittel gibt.

Am Freitag, vor Shabbatbeginn, ist es am schönsten dort, denn alle nur so erdenklichen Menschen strömen zum Markt um ihre Shabbateinkäufe zu erledigen. Der Markt sprudelt dann nur so vor leben und ich genieße es sehr mich dann einfach in ein Kaffee zu setzen und etwas von der Atmosphäre und den Menschen aufzuschnappen.

Das einzigst Negative an der ganzen Sache ist das Zurückkommen nach Talpiot, denn die Busse sind dann, kurz vor Shabbatbeginn, so dermaßen überfüllt das man fast erdrückt wird aber dafür gibs nen Kopf voller Eindrücke und säckeweise frische Lebensmittel für ganz wenig Geld.

Was nach Shabbatbeginn am Markteingang passieren kann gibt es in dem Video zu sehen.

Sorry T. fürs klauen habs bei dir zu erst gesehen!

In den nächsten Tagen werde ich noch ein paar Fotos vom Mahane Yehuda Markt auf meinen Fotolog packen…

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